Es fing am 31.12. an:

Isabel bekam nach einem Spaziergang 39.9° Fieber und wir konnten uns nicht erklären warum.

Am Abend hatten wir dann den Eindruck,dass sie ganz doll Bauchschmerzen hat. Da es am 1.1.

nicht besser, sondern eher schlechter war, fuhren wir in die Klinik. Am Abend ging es ihr dann

etwas besser.

Aber am 2.1. war dann die Lunge sehr schlecht und es wurde eine Lungenentzündung festgestellt.

Etwas später kam dann auch noch die Diagnose "Norovirus". Isabel verschlechterte sich von Stunde

zu Stunde und viel mit der Sättigung immer weiter ab. Wir erhöhten den Sauerstoff,aber ihre

kleine Lunge war nicht mehr in der Lage, ihn aufzunehmen. Am Abend kam dann Papa in die Klinik

und Sarah war bei Oma.

Am 3.1. halb 5 morgens wurde ich dann geweckt (ich schlafe ja immer in der Klinik) und Isabel

tollerierte NICHTS mehr. Sie wurde bebeutelt und hatte totale Atemnot. Sie wehrte sich dagegen,

aber was anderes ging nicht. Ich wollte sie beruhigen und sang ihr Lied "Kam ein kleiner Teddybär".

Da schmieß sie sich rum und sah mich und ihren Papa an, als wollte sie sagen: "Oh da seid ihr ja beide"

Das war der letzte Augenblick, in dem uns unsere Isabel richtig ansah. Ca. halb 11 wurde sie ins künstl.

Koma gelegt. Ihre Werte verschlechterten sich und wir merkten, dass Isabel uns verlassen wird.

Wir sagten ihr alles,was uns auf dem herzen lag und wie stolz wir auf sie sind. Aber wir sagten ihr auch,

dass sie entscheiden darf, wie ihr Weg weitergehen soll. Wir wollen,dass sie bei uns bleibt, aber wir überlassen

ihr die Entscheidung.

Dann wurden ihre Händchen und Füßchen kalt und wir wußten, dass unsere Isabel nicht mehr da ist.

Die Ärzte sagten uns,dass sie es nicht schaffen wird - dass die Sättigung nun immer weiter sinken würde und dann,

irgendwann, das Herzchen aufhört zu schlagen.

Wir beschlossen, sie gehen zu lassen. Wir wollten nicht noch Stunden darauf warten, dass "Es" irgendwann passiert. Wir wollten, dass Isabel ihren Frieden finden kann.

Das teilten wir den Ärzten mit und wir bekamen Isabel in den Arm, der Sauerstoff wurde abgedreht und sie wurde ein kleines Engelchen- friedlich in Mama´s Armen, mit Papa an der Seite und Sarah, Oma Bine,Oma Ria ,Opa Hans und Kerstin ein paar Zimmer weiter -in Gedanken bei ihr.

Wir konnten uns in Ruhe von unserer tapferen,starken Tochter verabschieden und der Gang aus dem Krankenhaus fiel sehr schwer...


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